Die Geschichte von Borussia Dortmund
Ereignisse und Hintergründe aus der Vereinsgeschichte im chronologischen Überblick.
Weitere Stationen und Hintergründe zu den Ereignissen.
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Wettbewerbe
Spitznamen im Wandel Drei Begriffe erzählen von Rückschlägen, späten Toren und einer ungeschlagenen Saison. Geschichten anzeigenGeschichten schließen
1900–1909
Gründung des Ballspielvereins Borussia 09
Achtzehn junge Fußballer gründen den BVB in Dortmund.
Die Gründung erfolgt im Restaurant Zum Wildschütz. Der neue Verein löst sich vom kirchlich geführten Jugendangebot und beginnt als eigenständiger Fußballklub.
1910–1919
Schwarz und Gelb werden Vereinsfarben
Der BVB übernimmt die Farben Schwarz und Gelb.
Der westdeutsche Spielverband genehmigt den Farbwechsel. Zuvor trat Borussia in Blau, Weiß und Rot an; Schwarzgelb wird zum dauerhaften Markenzeichen.
1920–1929
Die Weiße Wiese wird zum Borussia-Sportplatz
Der ausgebaute Borussia-Sportplatz gibt dem Verein eine eigene Fußballheimat.
Die bisherige Weiße Wiese wird erweitert und mit einer Tribüne versehen. Der Platz bleibt bis zum Umzug in die Kampfbahn Rote Erde die Heimspielstätte.
1930–1939
Umzug in die Kampfbahn Rote Erde
Borussia verlegt seine Heimspiele in die Kampfbahn Rote Erde.
Nach dem Aufstieg in die Gauliga Westfalen braucht der Klub eine größere Spielstätte. Die Rote Erde bleibt auch nach dem Bau des Westfalenstadions Teil des Dortmunder Fußballstandorts.
1940–1949
Erster Meistertitel in der Oberliga West
Der BVB gewinnt 1947/48 erstmals die Oberliga West.
Es folgen weitere Westmeisterschaften 1948/49 und 1949/50. Die regionale Erfolgsserie bildet den Ausgangspunkt für die späteren deutschen Titel.
1950–1959
Erstmals deutscher Meister
Ein 4:2 gegen den Karlsruher SC bringt Borussia den ersten deutschen Meistertitel.
Im Berliner Olympiastadion setzt sich der BVB im Endspiel durch. Die Meisterschaft folgt auf den Gewinn der Oberliga West 1955/56.
Verteidigung der deutschen Meisterschaft
Borussia schlägt den Hamburger SV 4:1 und bleibt deutscher Meister.
Das Endspiel wird im Niedersachsenstadion in Hannover ausgetragen. Nach zwei Westmeisterschaften in Folge gelingt auch die Wiederholung des nationalen Triumphs.
1960–1969
Dritter deutscher Meistertitel
Ein 3:1 gegen den 1. FC Köln macht Borussia zum letzten deutschen Meister vor Gründung der Bundesliga.
Das Finale findet im Stuttgarter Neckarstadion statt. Als Titelträger startet der BVB wenige Wochen später in die neue Bundesliga.
Das erste Tor der Bundesliga
Friedhelm Konietzka erzielt für Borussia das erste Tor der Bundesligageschichte.
Konietzka trifft beim 2:3 bei Werder Bremen bereits nach kurzer Spielzeit. Das Spiel markiert Borussias Beginn in der neuen nationalen Liga.
Erster DFB-Pokalsieg
Borussia gewinnt das Pokalfinale gegen Alemannia Aachen 2:0.
Im Hannoveraner Niedersachsenstadion holt der BVB seinen ersten DFB-Pokal. Damit qualifiziert er sich für den Europapokal der Pokalsieger.
Ein 2:1 nach Verlängerung gegen Liverpool bringt dem BVB den ersten Europapokal.
Reinhard Libudas Treffer entscheidet das Finale im Glasgower Hampden Park. Borussia ist der erste deutsche Klub mit einem europäischen UEFA-Vereinstitel.
1970–1979
Abstieg aus der Bundesliga
Nach einem 0:2 beim VfB Stuttgart steht Borussias erster Bundesliga-Abstieg fest.
Der BVB beendet die Saison 1971/72 auf Platz 17 von 18 – seine bis heute schlechteste Bundesliga-Platzierung – und spielt anschließend vier Jahre in der zweiten Spielklasse.
Eröffnung des Westfalenstadions
Der BVB eröffnet das Westfalenstadion mit einem Freundschaftsspiel gegen Schalke 04.
Die Dortmunder verlieren 0:3, erhalten aber eine neue Heimspielstätte neben der Roten Erde. Seit 2005 trägt das Stadion den Namen Signal Iduna Park.
Rückkehr in die Bundesliga
Ein 3:2 gegen den 1. FC Nürnberg besiegelt Borussias Wiederaufstieg.
Nach dem 1:0 im Hinspiel gewinnt der BVB auch das Rückspiel der Aufstiegsrelegation im Westfalenstadion. Nach vier Jahren Zweitklassigkeit steht die Rückkehr fest.
1980–1989
Wegmann hält die Hoffnung am Leben
Ein spätes 3:1 gegen Fortuna Köln erzwingt ein drittes Relegationsspiel.
Nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel droht der Abstieg. Jürgen Wegmann erzielt im Westfalenstadion das entscheidende späte Tor, bevor die Relegation in Düsseldorf entschieden wird.
Klassenerhalt im Entscheidungsspiel
Borussia gewinnt das Relegations-Entscheidungsspiel gegen Fortuna Köln 8:0.
Im Düsseldorfer Rheinstadion bleibt der BVB durch seinen höchsten Sieg in einem Bundesliga-Relegationsspiel erstklassig. Das Stadion ist der frühere, 2002 abgerissene Bau.
DFB-Pokalsieg in Berlin
Borussia schlägt Werder Bremen im Pokalfinale 4:1.
Im Berliner Olympiastadion gewinnt der BVB seinen zweiten DFB-Pokal. Der Erfolg steht am Beginn einer neuen sportlichen Aufwärtsphase.
1990–1999
Erste Bundesligameisterschaft
Mit einem 2:0 gegen den Hamburger SV gewinnt Borussia erstmals die Bundesliga.
Am letzten Spieltag verteidigt der BVB seinen Vorsprung auf Werder Bremen. Nach den drei Meisterschaften vor 1963 ist dies der vierte deutsche Titel des Klubs.
Meisterschaft verteidigt
Ein 2:2 beim TSV 1860 München sichert dem BVB die zweite Bundesligameisterschaft in Folge.
Die Konkurrenz kann Borussia vor dem letzten Spieltag nicht mehr einholen. Der fünfte deutsche Meistertitel ist damit vorzeitig entschieden.
Sieg in der Champions League
Borussia bezwingt Juventus Turin im Finale 3:1.
Karl-Heinz Riedle trifft zweimal, Lars Ricken kurz nach seiner Einwechslung. Im Münchner Olympiastadion gewinnt der BVB zum bislang einzigen Mal die Champions League.
2000–2009
Börsengang des BVB
Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA geht an die Börse.
Der Börsengang verändert die Finanzierung des Profifußballs. Wenige Jahre später wird eine schwere Finanzkrise die Zukunft des Klubs gefährden.
Deutscher Meister 2002
Mit einem 2:1 gegen Werder Bremen gewinnt Borussia die Bundesliga.
Der BVB dreht das Spiel im Westfalenstadion und holt am letzten Spieltag den sechsten deutschen Meistertitel. In derselben Saison erreicht er auch das UEFA-Cup-Finale.
UEFA-Cup-Finale in Rotterdam
Vier Tage nach dem Meistertitel verliert Borussia das UEFA-Cup-Finale gegen Feyenoord 2:3.
Das Finale findet in Feyenoords eigenem Stadion De Kuip statt. Trotz Toren von Márcio Amoroso und Jan Koller kann der BVB die Niederlage nicht verhindern.
Kampf um die wirtschaftliche Existenz
Mit einer Gläubigerversammlung und Fanprotesten beginnt die Rettung des hoch verschuldeten BVB.
Die drohende Insolvenz zwingt den Klub zu einer grundlegenden finanziellen Sanierung. Tausende Anhänger begleiten den Tag mit einem Marsch durch Dortmund.
Jürgen Klopp übernimmt
Jürgen Klopp wird Trainer und leitet den sportlichen Neuaufbau ein.
Unter Klopp gewinnt der BVB später zwei Meisterschaften und einen DFB-Pokal. Seine Amtszeit prägt die Rückkehr in die europäische Spitze.
2010–2019
Meisterschaft mit einer jungen Mannschaft
Ein 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg macht Borussia vorzeitig zum deutschen Meister.
Der BVB sichert sich die erste Bundesliga-Meisterschaft seit 2002. Die Mannschaft von Jürgen Klopp verbindet hohes Tempo mit einer starken Saisonbilanz.
Bundesliga-Titel verteidigt
Ein 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach sichert den achten deutschen Meistertitel.
Der BVB gewinnt seine zweite Bundesliga-Saison in Folge. Am Ende stehen 81 Punkte; wenige Wochen später gelingt auch der Pokalsieg.
Erstes Double der Vereinsgeschichte
Borussia schlägt Bayern München im DFB-Pokalfinale 5:2.
Im Berliner Olympiastadion vollendet der BVB nach der Meisterschaft das erste Double aus Bundesliga und DFB-Pokal in seiner Geschichte.
Champions-League-Finale gegen Bayern
Borussia unterliegt Bayern München im Wembley-Finale 1:2.
Nach einem rein deutschen Endspiel entscheidet ein spätes Tor die Partie. Es ist Borussias zweite Teilnahme an einem Champions-League-Finale.
Anschlag auf den Mannschaftsbus
Vor dem Champions-League-Spiel gegen Monaco treffen Sprengsätze den BVB-Mannschaftsbus.
Marc Bartra wird am Arm verletzt und muss operiert werden. Das Spiel wird auf den folgenden Tag verschoben; der Anschlag gehört zu den einschneidendsten Ereignissen der jüngeren Vereinsgeschichte.
DFB-Pokal 2017
Mit einem 2:1 gegen Eintracht Frankfurt gewinnt Borussia erneut den DFB-Pokal.
Im Berliner Olympiastadion holt der BVB seinen vierten Titel in diesem Wettbewerb. Pierre-Emerick Aubameyang erzielt den Siegtreffer per Elfmeter.
2020–2029
Fünfter DFB-Pokalsieg
Borussia gewinnt das Pokalfinale gegen RB Leipzig 4:1.
Jadon Sancho und Erling Haaland treffen jeweils zweimal im Berliner Olympiastadion. Der fünfte Pokalerfolg folgt auf eine starke Schlussphase der Saison.
Meisterschaft knapp verpasst
Ein 2:2 gegen Mainz 05 reicht am letzten Spieltag nicht zur Meisterschaft.
Bayern München zieht mit einem Sieg in Köln noch am punktgleichen BVB vorbei. Die bessere Tordifferenz entscheidet die Bundesliga-Saison 2022/23.
Drittes Champions-League-Finale
Borussia verliert das Champions-League-Finale gegen Real Madrid 0:2.
In Wembley hält der BVB lange ein torloses Spiel, bevor Madrid in der Schlussphase zweimal trifft. Es ist Borussias drittes Finale im höchsten europäischen Vereinswettbewerb.
Vizemeister 2025/26
Ein 2:0 bei Werder Bremen beschließt Borussias Saison auf Platz zwei.
Der BVB sammelt 73 Punkte und stellt mit 34 Gegentoren die beste Defensive dieser Bundesliga-Saison. Die Mannschaft beendet die Spielzeit als Vizemeister.

































